s3jeleus

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Inhaltsverzeichnis

Übungsaufgabe 1

Prinzipiell Unlösbares:

- unscharfe Fragestellung

- Regeln zur Suche einer Antwort sind unklar

- zu viele abhängige Parameter

- emotionale Ebene

- exakte Vorhersagen

- begrenzte Ressourcen

- Annäherung an Ergebnisse durch Methoden der KI

Übungsaufgabe 2

Zeigen Sie, dass die folgenden Mengen abzählbar unendlich sind: \mathbb{Z}, \mathbb{Q}, die Menge der Primzahlen, die geraden Zahlen.

\Z ist abzählbar unendlich

z.z. \mathbb{Z} ist abzählbar unendlich, d.h. es existiert eine Funktion \mathbb{f}: \mathbb{N} \xrightarrow{\text{bij.}} \mathbb{Z}

| 012345...
| 0-11-223...
f(n) = \begin{cases} \frac{n}{2}, & \text{wenn n gerade};\\ - \frac{n + 1}{2}, & \text{sonst }.\\ \end{cases}

Beweis durch vollständige Induktion

1. Gleichung

f(k) + 1 = f(k + 2) f(2n) + 1 = f(2n + 2)

1.1Induktionsanfang

f(2 \cdot 0) + 1 = f(2 \cdot 0 + 2) f(0) + 1 = f(2) \frac{0}{2} + 1 = \frac{2}{2} 1 = 1

1.2 Induktionsvoraussetzung

f(2n) + 1 = f(2n +2)

1.3Induktionsbehauptung

f(2(n + 1) + 1 = f(2(n +1) + 2) \frac{2(n + 1)+ 1}{2} = \frac{2(n+ 1)+ 2}{2} n + 1 +1 = n + 1 + 1 n + 2 = n + 2 n = n

2. Gleichung

f(2n + 1) - 1 = f(2n + 3)

2.1 Induktionsanfang

f(2 \cdot 0 + 1) - 1 = f(2 \cdot 0 + 3) f(1) - 1 = f(3) \frac{1 + 1}{-2} = \frac{3 +1}{-2} -2 = -2


2.2 Induktionsvoraussetzung

f(2n +1) - 1 = f(2n + 3)

2.3Induktionsbehauptung

f(2(n + 1) + 1) -1 = f(2(n +1) + 3) f(2n + 2 + 1) -1 = f(2n +5) f(2n + 3 )- 1) = f(2n +5) \frac{((2n + 3) + 1)}{-2} -1 = \frac{2n + 5 + 1}{-2} \frac{2n + 4}{-2} - 1 = \frac{2n +6}{-2} \frac{2n + 4}{- 2} - \frac{1 \cdot (-2)}{-2} = \frac{2n + 6}{-2} \frac{2n + 4 +2}{-2} = \frac{2n +6}{-2} \frac{2n +6}{-2} = \frac{2n + 6}{ -2}

\Q ist abzählbar unendlich

z.z. \mathbb{Q} ist abzählbar unendlich, d.h. es existiert eine Funktion \mathbb{f}: \mathbb{N} \xrightarrow{\text{bij.}} \mathbb{Q}

f(n) = \begin{cases} 1, & \text{wenn n = 1};\\ f(\frac{n}{2}) + 1, & \text{wenn n gerade};\\ \frac{1}{f(n-1)}, & \text{sonst }.\\ \end{cases}
\N^+ \ \Z-1 1-22-3...
| 1-1/11/1-2/12/1-3/1...
| 2-1/21/2-2/22/2-3/2...
| 3-1/31/3-2/32/3-3/3...
| 4-1/41/4-2/42/4-3/4...
| 5-1/51/5-2/52/5-3/5...
| .....................

Durch das cantorschn Diagonalverfahren 1. Art lässt sich zeigen, dass die Menge \Q abzählbar unendlich ist.

Die Primzahlen sind abzählbar unendlich

1. Die Menge der Primzahlen P ist unendlich (nach Satz von Euklid).

2. Die Menge der Primzahlen P ist abzählbar unendlich, da gilt: P \subset \N.


Die geraden Zahlen sind abzählbar unendlich

1. Die geraden Zahlen G sind unendlich (per Definition) und abzählbar unendlich, da gilt: G \subset \Z.

Übungsaufgabe 3

Beweisen Sie den folgenden Satz: Wenn M_1, M_2, M_3, ... ∞ abzählbare Mengen sind, dann ist auch die Menge 􏰄 M_n n=1 abzählbar.

Eine Menge M ist endlich sofern eine surjektive Abbildung auf diese Menge existiert.

z.z. Es existiert eine Funktion f: \N \xrightarrow{\text{sur.}} \cup_{n = 1}^{∞} M_n

f_1: \N \xrightarrow{\text{bij.}} M_1 f_2: \N \xrightarrow{\text{bij.}} M_2 f_3: \N \xrightarrow{\text{bij.}} M_3 f_4: ...
\R \ \N012....j...
| M_{1}f_1(1)f_1(2)f_1(3)...f_1(j)...
| M_{2}f_2(1)f_2(2)f_2(3)...f_2(j)...
| M_{3}f_3(1)f_3(2)f_3(3)...f_3(j)...
| .....................
| M_{i}f_i(1)f_i(2)f_i(3)...f_i(j)...

Mit Hilfe des cantorschn Diagonalverfahrens 1. Art lässt sich eine surjektive Abbildung darstellen.


Übungsaufgabe 4

Verifizieren Sie, dass die folgende Funktion f : N^+ \xrightarrow{} \Q^+ eine bijektive Funktion ist und implementieren Sie eine Prozedur, die die zugehörige Umkehrfunktion f ^−1 berechnet.

f(n) = \begin{cases} 1, & \text{wenn } n=1;\\ f(\frac{n}{2})+1, & \text{wenn } n \text{ gerade};\\ \frac{1}{f(n-1)}, & \text{wenn } n \text{ ungerade}. \end{cases}
\N^+ \ \Z^+12345...
| 11/12/13/14/15/1...
| 21/22/23/24/25/2...
| 31/32/33/34/35/3...
| 41/42/43/44/45/4...
| 51/52/53/54/55/5...
| .....................



Umkehrfunktion:

f^{-1}(n) = \begin{cases}1, & n = 1 \\ f^{-1}(n-1) * 2, & n > 1 \\ f^{-1}(\frac{1}{n}) + 1, & sonst\end{cases}

Übungsaufgabe 5

Indirekter Beweis: R ist abzählbar unendliche Menge, d.h es existiert eine Funktion f: \N \xrightarrow{\text{bij.}} \R

n_{ij} \in [0,9]

Es lässt sich stets eine neue Zeile, die eine neue reele Zahl repräsentiert, hinzufügen.

n_i = \begin{cases} n_{ii} + 1, & \text{wenn $n_{ii} \neq 9$};\\ 0, & \text{sonst }.\\ \end{cases}
\R \ \N012...j...
| n_{1}n_{10}n_{11}n_{12}...n_{1j}...
| n_{2}n_{20}n_{21}n_{22}...n_{2j}...
| n_{3}n_{30}n_{31}n_{32}...n_{3j}...
| .....................
| n_{i}n_{i0}n_{i1}n_{i2}n_{i3}n_{ij}...


Kreativaufgabe Gödelisierung und \mu-rekursive Funktionen

Aufgabe

Sei h: S^{*} \rightarrow N_{0} eine Gödelisierung von S^{*}, d.h. h ist injektiv, total und berechenbar. h(S*) ist entscheidbar und h^{-1} : h(S^{*}) \rightarrow S^{*} ist berechenbar.

Dann können die Wörter aus S^{*} vermöge h gödelgeordnet werden, so dass w_{i} \prec w_{j} \Leftrightarrow h(w_{i}) < h(w_{j}), für alle w_{i},w_{j} \in S^{*} und w_{i} \neq w_{j}.

Die folgende µ-rekursive Funktion liefert die Folge der Gödelnummern h(w_{0}), h(w_{1}), . . . in aufsteigender Form.

g(1) = \mu f(n, i) = \begin{cases} \text{das kleinste } n \in N_{0}, \text{ mit } 1- p(0, n) = 0 & , \text{wenn}\\ & \text{(1) so ein n existiert und}\\ & \text{(2) }1-p(0,m) \text{ f\"ur alle } m <= n \text{ definiert ist} \\ \text{undefiniert} & , \text{sonst} \end{cases}

Für i \geq 1 gilt:

g(i + 1) = \mu f(n, i) = \begin{cases} \text{das kleinste }n \in N_{0} \text{, mit }1 - p(g(i) + 1, n) = 0 &\text{, wenn} \\ & \text{(1) so ein }n\text{ existiert und}\\ & \text{(2) }1 - p(g(i) + 1,m)\text{ f\"ur alle }m \leq n\text{ definiert ist}\\ \text{undefiniert} &\text{, sonst}\\ \end{cases}

Die zur Definition von g verwendete zahlentheoretische Funktion p ist

p(r, y) =\begin{cases} 1 & \text{, wenn }y \geq r\text{ und }y\text{ ist G\"odelnummer}\\ 0 & \text{, sonst} \end{cases}

Illustrieren Sie die folgenden Aussagen durch den Einsatz selbst entwickelter Scheme- Prozeduren. Wählen Sie exemplarisch S = {a, b} und die Verschlüsselung im 3er-System, mit a \rightarrow 1, b \rightarrow 2 als Gödelisierung h mit h(w) = \Sigma ^{\|w\|-1}_{i=0} a_{i}*3^{i} mit a_{i} \in \{1,2\}. Das Wort aba erhält dann die Gödelnummer h(aba) = 1*3^{2}+2*3^{1}+1*3^{0} = 16. Nicht jede natürliche Zahl ist Gödelnummer eines Wortes aus S^{*}: Beispielsweise ist 10 = 1 * 3^{2} + 0 * 3^{1} + 1 * 3^{0} keine.

p: N_{0} \times N_{0} \rightarrow \{0,1\} ist ein total berechenbares Prädikat. (Hinweis: Hierzu benötigen Sie eine Scheme-Prozedur für ein total berechenbares Prädikat, das feststellt, ob eine gegebene Zahl y Gödelnummer ist, d.h. y muss in der Form \Sigma ^{n}_{i=0} a^{i}*3^{i} mit a_{i} \in \{1,2\} darstellbar sein.)

g: N \rightarrow N_{0} wächst streng monoton und ist total. (Hinweis: Verwenden Sie eine Scheme-Prozedur zur Berechnung der ersten 10 Gödelnummern.)

Mit Hilfe der Funktion k : N \rightarrow S^{*}, k(n) = h^{-1}(g(n)) kann man das n-te Wort in der gödelgeordneten Folge der Wörter aus S^{*} bestimmen. k ist total und injektiv. Die zugehörige Umkehrfunktion k^{-1} : S^{*} \rightarrow N liefert somit auch wieder die Gödelisierung mit k^{-1}(w_{n}) = h(n).

Eine Prozedur zur Berechnung einer Gödelnummer ist gegeben durch

Eine Funktion zum Testen ob eine gegebene natürliche Zahl eine Gödelnummer ist gegeben durch die Funktion

f(x) = \begin{cases} 1, x < 3\\ 0, x mod 3 = 0\\ f( \lfloor{}x/3 \rfloor{}), sonst \end{cases}.


Beweis: Eine Gödelnummer über einem Alphabet {a,b} lässt sich zerlegen in

p_{i}3^{i} + p_{i-1}3^{i-1} + ... + p_{1}3^{1} + p_{0}3^{0}